Soweit das Auge reicht is‘ nix

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Soweit das Auge reicht is‘ nix

Das Ge-Eisspeedway-Team ist in Astana! Sechs Tage nach der Abfahrt in Wasserburg sind Hans Weber und sein Mechaniker Rudi Schatz endlich am Ziel. Sechs Tage im Team-Bus ohne Dusche und richtiges Bett. „Wir schauen auch dementsprechend aus“, lachten die beiden heute in die Kamera. Zuvor ging’s hunderte Kilometer durch die kasachische Steppe: „Do is, soweit das Auge reicht, einfach nix“, stöhnte der deutsche Vizemeister, der sich besonders über den 37-Stunden-Aufenthalt …

… an der russischen Grenze ärgert (wir berichteten).  „Dieses völlig sinnlose, stundenlange Warten hat uns das Training gekostet.  Wir müssen jetzt morgen einfach so in die Rennen gehen und das Beste daraus machen“, sagt der „Eishans“.

Was Hans Weber besonders wurmt: „Wir hatten einen ganzen Aktenordner voll mit Unterlagen dabei. Und dann doch nicht das Richtige. Es wäre einfach toll, wenn der Eisspeedway-Weltverband uns da besser unter die Arme greifen würde. Das kann doch nicht so schwer sein, die Fahrer mit den nötigen Dokumenten zu versehen, so, dass eine solche Panne wie bei uns nicht mehr passiert. Wir sind uns bei dem 37-stündigen Aufenthalt an der Grenze wie Schwerverbrecher vorgekommen.“

Natürlich habe man auch selbst einen Fehler gemacht: „Dass wir ,Hans‘ statt ,Johann‘ auf einigen Papieren stehen hatten, hat uns wohl vier Stunden gekostet. Den Fehler hat dann eine russische Beamtin ganz unbürokratisch mit Schere, Papier und Kopierer aus der Welt geschafft.“ Schlimmer sei aber das Fehlen anderer Papiere gewesen – „und das darf einfach nicht sein, wenn man zu einem Weltmeisterschaftsrennen fährt. Das muss von Verbandsseite her besser vorbereitet sein“, meint Hans Weber angefressen. „Da müssen wir Fahrer auch vielleicht mal enger zusammenrücken.“

Aus den geplanten drei Tagen und drei Nächten Anfahrt wurden jetzt insgesamt sechs Tage und Nächte – ohne anständige Verpflegung und ohne Dusche. „Ein echt harter Trip“, wissen die beiden vom Wasserburger Ge-Racing-Team.

 

Die letzten Kilometer vor dem Ziel:

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Der Hans war an allem schuldBester Deutscher und dann verletzt